Die Sihlau ist eine Privatschule in Adliswil, getragen von einem Verein aus Eltern, Lehrpersonen, Ehemaligen und Gönnerinnen. Sie hat keine Direktion und erhält keine staatlichen Beiträge. Auf dieser Seite steht, wie sie entstanden ist, wer sie führt und wie sie finanziert wird.
Sechs Minuten durch ein Schuljahr, entstanden 2021. Der Film liegt bei Vimeo. Erst beim Klick auf das Bild wird er von dort geladen, vorher werden keine Daten übermittelt.
Ein Film ist immer eine Auswahl. Am Info-Abend, beim offenen Unterricht oder an einem Fest sehen Sie den Alltag selbst und können Ihre Fragen gleich stellen. Sie gehen damit keine Verpflichtung ein.
Passt Ihnen kein Termin, vereinbaren wir einen eigenen. Das Sekretariat stellt den Kontakt zur Klassen- oder Gruppenleitung her.
Sechs Punkte, die die Sihlau ausmachen. Die ersten drei lassen sich kurz sagen.
Nach der 9. Klasse geht es an der Atelierschule Zürich weiter, unserer eigenen Mittelschule, bis zur Matura oder zum Fachmittelschulabschluss. Wer will, bleibt damit zwölf Schuljahre unter derselben Pädagogik.
Die Sihlau begann 1976 mit einer einzigen Klasse, die aus Platzmangel nach Zürich Enge auswich. Heute besuchen rund 300 Kinder und Jugendliche das Schulhaus in Adliswil, das die Schulgemeinschaft selbst gebaut hat.
Im Unterricht bleiben die Handys weg, damit Kinder zuerst reale Erfahrungen machen. Ab der Oberstufe kommt Informatikunterricht dazu: Der Umgang mit Medien wird hier gelernt und nicht vorausgesetzt.
Das Schulgeld richtet sich nach dem Einkommen und wird in einem persönlichen Gespräch vereinbart. Reicht auch der Mindestbeitrag nicht, springt ein unabhängiger Stipendienfonds ein. Kein Kind wird aus finanziellen Gründen abgewiesen.
Eine Klasse bleibt neun Jahre zusammen, in der Unterstufe bei derselben Klassenlehrperson. Es gibt kein Sitzenbleiben und keine Selektion nach der sechsten Klasse. Wer Mühe hat, bekommt Unterstützung im Förderbereich und bleibt in seiner Klasse.
Die Schule hat keine Direktion. Sie wird von den Lehrpersonen gemeinsam geführt und von einem Verein getragen, dessen Vorstand je zur Hälfte aus Elternschaft und Kollegium besteht. Wer ein Kind an der Schule hat, ist automatisch Mitglied und stimmberechtigt.
1976 eröffnet die Rudolf Steiner Schule an der Plattenstrasse in Zürich einen dritten Klassenzug. Weil der Platz fehlt, zieht die Klasse mit ihrer Lehrperson in die Lessingstrasse, später kommt eine weitere dazu, dann eine dritte in der Villa Hürlimann am Sihlberg. 1979 sind es fünf Klassen und ein Kindergarten mit rund 150 Kindern – und der Wunsch nach einer eigenen Schule.
Im selben Jahr wird ein eigener Trägerverein eingetragen. Schuleltern und Lehrpersonen finden das Gelände in Adliswil an der Sihl und legen den Grundstein für das heutige Schulhaus – der Verein gibt sich den Namen des Ortes: Sihlau. 1983 ziehen ein Kindergarten und acht Klassen mit rund 200 Kindern ein. Turnhalle, Musik- und Eurythmiesäle folgen bis 1985.
Diese Herkunft prägt die Schule bis heute: Sie gehört keinem Konzern und keiner Behörde, sondern einem Verein aus Eltern, Lehrpersonen, Ehemaligen sowie Gönnerinnen und Gönnern.
Trägerverein gegründet
Einzug in Adliswil
Schuljahre bis zum Abschluss
Kinder beim Einzug 1983
Die Sihlau führt sich selbst. Die Schulführungsaufgaben nimmt eine Gruppe selbstständig erwerbender Pädagoginnen und Pädagogen wahr, organisiert in Kommissionen: für Personal, Finanzen, Qualität, pädagogische Arbeit, Haus und Aufnahme. Ein Koordinationsteam hält die Fäden zusammen; entschieden wird in der wöchentlichen Schulführungskonferenz.
Getragen wird die Schule vom gemeinnützigen Verein «Schulvereinigung der Rudolf Steiner Schule Sihlau». Sein Vorstand ist paritätisch besetzt – zur Hälfte Elternschaft, zur Hälfte Kollegium. Wer ein Kind an der Schule hat, ist automatisch Vereinsmitglied und stimmberechtigt.
Damit Selbstverwaltung nicht Beliebigkeit bedeutet, arbeitet die Schule mit dem international anerkannten Qualitätsverfahren «Wege zur Qualität». Die Arbeit wird periodisch nach zwölf Gestaltungsfeldern reflektiert, die Evaluation liegt bei einer unabhängigen Stelle.
Die Aufnahme läuft in fünf Schritten, und der erste ist unverbindlich: Sie senden einen Aufnahmeantrag ans Sekretariat. Danach meldet sich die zuständige Lehrperson oder Gruppenbetreuung persönlich bei Ihnen.
Im Aufnahmegespräch schauen beide Seiten, ob es passt: Wir lernen Ihr Kind kennen, Sie lernen uns, unsere Pädagogik und das Schulhaus kennen. Kinder ab dem 2. Schuljahr laden wir zu einer Schnupperzeit ein. Erst danach folgt der finanzielle Teil, und dann die definitive Aufnahme.
Die Sihlau ist eine unabhängige Privatschule und erhält keine staatlichen Zuschüsse. Das Schulgeld tragen die Familien gemeinsam – und zwar einkommensabhängig. Es wird jährlich neu vereinbart, auf Basis einer verbindlichen Beitragstabelle mit Ober- und Untergrenze.
Zwei Dinge, die oft überraschen: Das Schulgeld wird in der Regel pro Familie festgelegt, unabhängig von der Anzahl Kinder. Und Familien, die den Mindestbetrag nicht aufbringen können, erhalten Unterstützung durch einen unabhängigen Stipendienfonds. Die Gespräche dazu führt die Elternbeitragskommission – unter voller Diskretion.
Wer nur die Spielgruppe oder den Kindergarten besucht, zahlt einen festen Betrag statt eines einkommensabhängigen.
Eine selbstverwaltete Schule funktioniert, weil viele Hand anlegen. Das ist keine Pflicht mit Stundenkonto, sondern der Grund, warum es diese Schule überhaupt gibt.
Osterbazar, Kerzenziehen, Adventskranz-Werkstatt, Elternkafi, Buffets bei Veranstaltungen, dazu der Elternrat und das Lädeli. Vieles davon trägt die Elternschaft selbst.
Spenden, der Stipendienfonds für Familien in knappen Verhältnissen, zinslose Darlehen und der Partner Pool, mit dem beim Einkaufen ein Beitrag an die Schule geht.
Der Weg an die Sihlau beginnt mit einem unverbindlichen Aufnahmeantrag. Danach meldet sich die zuständige Lehrperson oder Gruppenbetreuung persönlich bei Ihnen. Über Geld wird erst am Schluss gesprochen.