Die Sihlau ist eine Privatschule in Adliswil, getragen von einem Verein aus Eltern, Lehrpersonen, Ehemaligen und Gönnerinnen. Sie hat keine Direktion und erhält keine staatlichen Beiträge. Auf dieser Seite steht, wie sie entstanden ist, wer sie führt und wie sie finanziert wird.

1976 eröffnet die Rudolf Steiner Schule an der Plattenstrasse in Zürich einen dritten Klassenzug. Weil der Platz fehlt, zieht die Klasse mit ihrer Lehrperson in die Lessingstrasse, später kommt eine weitere dazu, dann eine dritte in der Villa Hürlimann am Sihlberg. 1979 sind es fünf Klassen und ein Kindergarten mit rund 150 Kindern – und der Wunsch nach einer eigenen Schule.
Im selben Jahr wird ein eigener Trägerverein eingetragen. Schuleltern und Lehrpersonen finden das Gelände in Adliswil an der Sihl und legen den Grundstein für das heutige Schulhaus – der Verein gibt sich den Namen des Ortes: Sihlau. 1983 ziehen ein Kindergarten und acht Klassen mit rund 200 Kindern ein. Turnhalle, Musik- und Eurythmiesäle folgen bis 1985.
Diese Herkunft prägt die Schule bis heute: Sie gehört keinem Konzern und keiner Behörde, sondern einem Verein aus Eltern, Lehrpersonen, Ehemaligen sowie Gönnerinnen und Gönnern.
Trägerverein gegründet
Einzug in Adliswil
Schuljahre bis zum Abschluss
Kinder beim Einzug 1983
Die Sihlau führt sich selbst. Die Schulführungsaufgaben liegen bei den Pädagoginnen und Pädagogen gemeinsam, organisiert in Kommissionen – für Personal, Finanzen, Qualität, pädagogische Arbeit, Haus und Aufnahme. Ein Koordinationsteam hält die Fäden zusammen; entschieden wird in der wöchentlichen Schulführungskonferenz.
Getragen wird die Schule vom gemeinnützigen Verein «Schulvereinigung der Rudolf Steiner Schule Sihlau». Sein Vorstand ist paritätisch besetzt – zur Hälfte Elternschaft, zur Hälfte Kollegium. Wer ein Kind an der Schule hat, ist automatisch Vereinsmitglied und stimmberechtigt.
Damit Selbstverwaltung nicht Beliebigkeit bedeutet, arbeitet die Schule mit dem international anerkannten Qualitätsverfahren «Wege zur Qualität». Die Arbeit wird periodisch nach zwölf Gestaltungsfeldern reflektiert, die Evaluation liegt bei einer unabhängigen Stelle.
Die Aufnahme läuft in fünf Schritten, und der erste ist unverbindlich: Sie senden einen Aufnahmeantrag ans Sekretariat. Danach meldet sich die zuständige Lehrperson oder Gruppenbetreuung persönlich bei Ihnen.
Im Aufnahmegespräch schauen beide Seiten, ob es passt: Wir lernen Ihr Kind kennen, Sie lernen uns, unsere Pädagogik und das Schulhaus kennen. Kinder ab dem 2. Schuljahr laden wir zu einer Schnupperzeit ein. Erst danach folgt der finanzielle Teil, und dann die definitive Aufnahme.
Die Sihlau ist eine unabhängige Privatschule und erhält keine staatlichen Zuschüsse. Das Schulgeld tragen die Familien gemeinsam – und zwar einkommensabhängig. Es wird jährlich neu vereinbart, auf Basis einer verbindlichen Beitragstabelle mit Ober- und Untergrenze.
Zwei Dinge, die oft überraschen: Das Schulgeld wird in der Regel pro Familie festgelegt, unabhängig von der Anzahl Kinder. Und Familien, die den Mindestbetrag nicht aufbringen können, erhalten Unterstützung durch einen unabhängigen Stipendienfonds. Die Gespräche dazu führt die Elternbeitragskommission – unter voller Diskretion.
Wer nur die Spielgruppe oder den Kindergarten besucht, zahlt einen festen Betrag statt eines einkommensabhängigen.
Eine selbstverwaltete Schule funktioniert, weil viele Hand anlegen. Das ist keine Pflicht mit Stundenkonto, sondern der Grund, warum es diese Schule überhaupt gibt.
Osterbazar, Kerzenziehen, Adventskranz-Werkstatt, Elternkafi, Buffets bei Veranstaltungen – dazu der Elternrat und das Lädeli. Vieles davon trägt die Elternschaft selbst.
Spenden, der Stipendienfonds für Familien in knappen Verhältnissen, zinslose Darlehen – und der Partner Pool, mit dem beim Einkaufen ein Beitrag an die Schule geht.
Eine Schule versteht man nicht auf einer Website. An Info-Abenden und beim offenen Unterricht sehen Sie den Alltag – und können fragen, was Sie wirklich wissen wollen.
Durch das Lernen persönlich wachsen dürfen — in einer Gemeinschaft, die das Kind als Individuum sieht.
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