Oberstufe
Mit der 7. Klasse beginnt etwas Neues. Nach sechs Jahren bei einer Klassenlehrperson übernimmt ein Team von Fachlehrpersonen – und das ist kein Bruch, sondern genau der richtige Zeitpunkt. Jugendliche in diesem Alter wollen verschiedenen Menschen begegnen, unterschiedlichen Haltungen, anderen Denkweisen.

Ganzheitlich lernen, dem Alter angemessen
Nach sechs Jahren Klassenlehrerzeit werden die Jugendlichen von einem Team von Lehrpersonen in die Oberstufe übernommen. Das ganzheitliche Lernen bleibt – es erhält dem Alter entsprechend neue Qualitäten.
Was in der Unterstufe über Bilder und Erzählungen kam, wird jetzt befragt, geprüft, diskutiert. Der Epochenunterricht bleibt der Kern, aber die Jugendlichen arbeiten anders mit ihm: Sie wollen wissen, warum etwas so ist, und nicht mehr nur, dass es so ist.
Individuelle Begleitung, klare Anforderungen
In den kognitiven Fächern unterstützt leistungsorientierter Unterricht die Jugendlichen auf dem Weg zu ihrem individuellen Ziel. Es geht nicht darum, alle auf dasselbe Niveau zu bringen, sondern jede und jeden so weit wie möglich.
Durch individuelle Lernbegleitung werden die Schülerinnen und Schüler von der 7. bis zur 9. Klasse stufenweise zu selbständigem und eigenverantwortlichem Lernen geführt. Am Ende soll ein junger Mensch stehen, der sich selbst organisieren kann – nicht einer, der auf Anweisungen wartet.
Gleicher Stellenwert im Stundenplan
Im Stundenplan haben kognitive, handwerkliche und musische Fächer den gleichen Stellenwert. Das ist eine Entscheidung, kein Kompromiss: Wer schreinert, näht oder ein Instrument spielt, lernt etwas über sich, das kein Aufsatz vermittelt.
Neben dem Epochenunterricht fördern fächerübergreifende Projekte und Lager nicht nur Fachkenntnisse, sondern Offenheit gegenüber der Welt und den Menschen. So stellt sich der junge Mensch aktiv in die Gesellschaft und entwickelt lebenspraktische und soziale Kompetenzen.
Höhepunkte, an die man sich erinnert
Jedes Schuljahr hat seine eigenen Momente – die Art von Erfahrungen, von denen Jugendliche noch Jahre später erzählen.
7. Klasse – Eurythmieaufführung und Klassenlager.
8. Klasse – das grosse Theater und das Landwirtschaftspraktikum.
9. Klasse – die Abschlussarbeit und das Forst- und Umweltpraktikum.
Dazu kommt das Oberstufenorchester, in dem klassenübergreifend musiziert wird. In den klassenspezifischen Praktika machen die Jugendlichen vertiefte, persönlichkeitsbildende Erfahrungen – draussen, mit den Händen, unter fremden Menschen.
Wie es weitergeht
Nach drei Jahren, am Ende der obligatorischen Schulzeit, wechseln die Jugendlichen in der Regel an unsere weiterführende Mittelschule, die Atelierschule Zürich. Selbstverständlich sind auch andere Wege offen – eine Berufslehre oder eine andere weiterführende Schule.
Abschlüsse und Anschlussmöglichkeiten