Nach der Sihlau
Nach der 9. Klasse endet die obligatorische Schulzeit – nicht der Weg. Die meisten Jugendlichen gehen an unserer Mittelschule weiter bis zur Matura, andere beginnen eine Berufslehre. Was auf dieser Seite steht, ist die Antwort auf die Frage, die Eltern am häufigsten stellen: Wohin führt das alles?

Drei Wege, alle offen
Die Steiner Schule ist auf zwölf Schuljahre angelegt. Nach der 9. Klasse führen drei Wege weiter – und keiner ist eine Notlösung.
Weiter bis zur Matura
Die meisten wechseln an die Atelierschule Zürich – unsere eigene Mittelschule. Dort geht es bis zur 12. oder 13. Klasse, mit Matura oder Fachmittelschulabschluss.
In eine Berufslehre
Wer nach neun Jahren in die Praxis will, kann das. In der Oberstufe bereiten Praktika darauf vor. Wir schaffen im Schuljahr Raum für Schnupperzeiten, damit Jugendliche und Eltern eine Lehrstelle suchen können.
Einen eigenen Weg
Einzelne gehen an ein staatliches Gymnasium, in ein berufsvorbereitendes 10. Schuljahr oder in ein Praktikum. Auch das ist möglich – die Orientierung liegt dann bei der Familie.
Die Atelierschule Zürich
Die Atelierschule ist keine fremde Schule, an die man abgegeben wird – sie ist unsere eigene. Vier Rudolf Steiner Schulen tragen sie gemeinsam: Zürich, Sihlau, Winterthur und Aargau. Gegründet 2003, mit Standort an der Plattenstrasse in Zürich.
Zwei Bildungsgänge laufen dort integrativ nebeneinander: die Maturität von der 10. bis zur 13. Klasse und die IMS von der 10. bis zur 12. Diese Durchmischung ist Absicht – Jugendliche mit unterschiedlichen Stärken lernen im selben Haus, teils in denselben Ateliers.
Die Matura öffnet jeden Studiengang in der Schweiz. Dazu führen die Abschlüsse an Fachhochschulen, Höhere Fachschulen und in Berufslehren.
2025 hat die Atelierschule den Züri Award in der Kategorie Social Entrepreneurship gewonnen – ausgezeichnet wurde genau das projektbezogene Konzept, das sie von anderen Mittelschulen unterscheidet.
Zur Website der Atelierschule ZürichDer Atelierunterricht – das Herzstück
Mehrere Nachmittage hintereinander, dasselbe Projekt. Kein Stündeln, kein Themenwechsel zur Pausenglocke. Die Jugendlichen arbeiten in Ateliers an Vorhaben, die sie selbst gewählt haben – forschend, gestaltend, künstlerisch.
Die Ateliers laufen bildungsgangübergreifend, in der 11. und 12. Klasse auch jahrgangsübergreifend. Wer im Labor steht oder am Instrument sitzt, arbeitet neben jemandem, der einen anderen Abschluss anstrebt und ein Jahr älter ist. Genau daraus entsteht etwas.
Gestalten
Bildnerisches, Dreidimensionales und Textiles Gestalten – vom Zeichenblatt bis zur Werkstatt.
Naturwissenschaften
Biologie und Chemie mit eigenen Laboren – eigene Fragestellungen, eigene Versuche.
Musik
Musik sowie Musik, Tanz und Theater – bis zur Aufführung vor Publikum.
Und danach bleibt die Verbindung
Mit dem Schulabschluss gehören Schülerinnen, Schüler und Eltern automatisch zu den Ehemaligen. Darüber hinaus gibt es einen eigenen Verein: das Alumni-Netzwerk der Atelierschule Zürich und der Rudolf Steiner Schulen Sihlau, Winterthur und Zürich.
Das Netzwerk hält die Verbindung lebendig – mit Porträts ehemaliger Schülerinnen und Schüler, Erinnerungen aus der Schulchronik, Klassenfotos und einem Kalender der Anlässe an allen vier Schulen. Es unterstützt die berufliche und künstlerische Entwicklung seiner Mitglieder – und stärkt den Gönnerkreis für Stipendien – also genau jenen Fonds, der Familien hilft, die das Schulgeld nicht allein tragen können.
Fragen zum Anschluss
Wie der Übergang konkret abläuft, besprechen wir am besten persönlich – gerne auch mit Ihrem Kind zusammen.